Newsletter Juni-August 2006

Sehr geehrte Damen und Herren,

"Aller guten Dinge sind drei", sagt man. Mit dem monatlichen Newsletter sollte das auch so werden, doch nicht alles klappt gleich beim ersten Mal ...
Deshalb kommt heute, nach längerer Pause, endlich die Sommerausgabe des Newsletters aus der Nuthe-Nieplitz-Niederung. Ein herzliches Dankeschön an Alle, die sich an der Ausgabe beteiligt haben. Schön, dass es von vielen Seiten Beiträge, Reaktionen und Anregungen gibt. Und Ihnen, werte Leserinnen und Leser, einen großen Dank für die Geduld. Viel Spaß beim Lesen und bei einem baldigen Besuch bei uns in der sonnigen Nuthe-Nieplitz-Region!


In unserem Newsletter lesen Sie:

  • Wild-Erlebnisse auf neuen Pfaden: WildErLebnis-Parcour im Wildgehege Glauer Tal
  • Gelungene Jubiläumsfeierlichkeiten in natürlich, schönem Ambiente
  • Große Ballen und kleine Blumen: Nach der Heuernte und Orchideenwiesenmahd
  • Fotoausstellung "Unterwegs auf zwei Schwingen"
  • Ausbaufähige Zukunft: Zuwendungsbescheid für Wild- und Erlebniszentrum Glauer Tal
  • Rekordsommer mit Spuren: Hoffnungen auf reiche Obsternte sinken
  • Projekt des Monats: Spendenaktion "Langes Fenn"
  • Nieplitzturmeröffnung
  • Auf neuen Pfaden im Wildgehege Glauer Tal:
    WildErLebnis - Parcour sorgt für neue Perspektiven

    Schaf mit Lamm Andere Wege, neues Wissen und viel Spaß bei der Erlebniswoche im Naturpark Nuthe-Nieplitz. Die kühleren Abendstunden sind genau das Richtige im Sommer, wenn es um besondere Augenblicke bei der Wildtierbeobachtung geht. Und wenn man sich dann auch noch beim WildErlebnis-Parcour mit anderen messen kann, wird das Wildgehege zu einem Erlebnis der ganz besonderen Art.
    So war die Motivation ungebrochen bei den großen und kleinen Teilnehmern am 16. Juni: Auch wenn sich nur 3 Teams an den 7 Stationen bewährt haben, Spaß hatten Sie allemal! Jenseits der ausgeschilderten Pfade konnten selbst alte Hasen und langjährige Freunde des Wildgeheges sich selbst, die Tier- und Pflanzenwelt und das Gelände neu entdecken. Und damit keiner hungrig nach Hause geht, wurden beim leckeren Wildgulasch und Grillwürstchen im Nachhinein, die gerade gemachten Erfahrungen und Beobachtungen ausgetauscht. Das Wildgehege Glauer Tal mal aus einer anderen Perspektive erlebbar machen war das Ziel des Abends und dies ist wirklich gelungen! Und wenn sich das rumspricht, dann stehen beim nächsten WildErlebnis-Parcour mindestens doppelt so viele Teams am Start.

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    Gelungene Jubiläumsfeierlichkeiten in natürlich, schönem Ambiente

    Stegeinweihung In der Wasserfläche spiegeln sich Sonnenstrahlen und das natürliche Blätterdach. Pünktlich zur Feierstunde treffen die Teilnehmer der gut besuchten traditionellen Vogelstimmen-Wanderung der Naturwacht ein. Annähernd 200 Vereinsmitglieder, Partner und Freunde des Landschafts-Fördervereins und natürlich auch Anwohner aus Rieben und den umliegenden Gemeinden sind am 18. Juni zur Eröffnung des Beobachtungssteges am Riebener See erschienen.
    Prominente Gäste aus dem Europäischen Parlament, von der Landesregierung, dem Kreis und der Gemeinde würdigen mit lobenden Worten das langjährige Engagement des Vereins. Beispielhaft unterstützen Sie das aktuelle Projekt des Fördervereins mit Spenden für das einzige Kesselmoor in der Nuthe-Nieplitz-Niederung: Das "Lange Fenn". Gemeinsam wird der Steg eröffnet und für das Publikum freigegeben. Interessierte können auch auf dem Rundweg um den See auf Schautafeln nachlesen, wo und wie der Landschafts-Förderverein in dieser Gegend aktiv war.
    Im Anschluss an den gelungenen Festakt wird beim Naturparkfest nicht nur das Vereinsjubiläum weiter gefeiert: Ein bunter Regionalmarkt, das lückenlose Bühnenprogramm, die Naturparkolympiade und viele Mitmach-Angebote für Groß und Klein sorgen für Spaß und Unterhaltung bis in die Abendstunden.
    Übergabe Papp-HirschAm Ende des rundum gelungenen Tages kommt es zu einem weiteren Höhepunkt: die Geschenkübergabe der Naturparkverwaltung an den Landschafts-Förderverein. Unter Mithilfe vieler Kinderhände ist während der Veranstaltung das neue Maskottchen für das Wildgehege Glauer Tal entstanden: ein wunderschöner Pappmaché - Hirsch.
    Ein großer Dank geht an alle, die diesen Tag durch ihr Kommen und/oder durch ihre Mithilfe zu einem unvergesslichen Ereignis gemacht haben!

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    Von großen Ballen und kleinen Blumen: Nach der Heuernte mit vereinten Kräften an die Orchideenwiesenmahd

    Heuernte 2006 Ein langer Winter und ein trockener Sommer waren auch für die Heuernte nicht von Vorteil. Geringere Aufwuchsmassen aufgrund der verkürzten Vegetationsperiode beschieden uns eine kleinere Ernte beim 1. Schnitt der Wiesen. Auf einer Fläche von 27 ha hat der Landschafts-Förderverein im Juli seine Heuernte eingebracht und somit den Winterfutter-Vorrat für die Tiere im Wildgehege Glauer Tal gesichert. Während der Heuernte waren die sommerlichen Temperaturen zwar von Vorteil, werden uns aber auch bei einen 2. Schnitt der Wiesen Mengenverluste bescheren.
    Orchideenwiesenmahd Derzeitig werden durch den Landschafts-Förderverein ca. 6 ha Orchideen-Wiesen gepflegt. Es handelt sich dabei um kleinflächige, vernässte Wiesen, auf denen noch Orchideen, wie das kleine Knabenkraut wachsen. Diese Wiesen sind mit schwerer Technik nicht zu befahren. Sie werden mit einem Kleintraktor oder sogar mit der Motorsense gemäht. Das Mahdgut wird per Hand auf eine große Plane geladen und von der Fläche gezogen. Die Plane wird verwendet, um Fahrspuren eines Anhängers auf dem weichen Wiesenboden zu vermeiden. Früher wurden diese Wiesen von ansässigen "Kleinbauern" genutzt, um Kaninchen oder Pferde zu ernähren, heute werden diese Flächen nicht mehr genutzt. Wenn Sie daran interessiert sind, uns als ehrenamtlicher Helfer bei dieser Arbeit zu unterstützen, würden wir uns freuen, wenn Sie sich bei uns melden.
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    "Unterwegs auf zwei Schwingen" - Gesehen und gebannt. Vereinsmitglied Rainer Zelinski stellt aus und sich vor

    Fliegende Kraniche Wunderschöne Fotos macht unser langjähriges Mitglied Dr. Rainer Zelinski aus Berlin. Die Motive entstehen bei Vogelbeobachtungen im Naturpark Nuthe-Nieplitz. Unter dem Titel "Unterwegs auf zwei Schwingen" sind die Bilder von Herr Dr. Zelinski ab August in Thyrow zu bewundern. Ausstellungsort ist das Gemeindezentrum Thyrow, Bahnhofstraße 89, 14959 Trebbin OT Thyrow.
    Öffnungszeiten sind von Montag - Freitag 9 - 15 Uhr, Dienstags auch 16 - 18 Uhr. Am Wochenende ist eine Besichtigung nach vorheriger telefonischer Vereinbarung möglich. Ansprechpartnerin ist Frau Gertrud Klatt, Tel. 033731 - 70134. Lassen Sie sich das nicht entgehen!
    Eine kleine Auswahl der Bilder können Sie sich auf dieser >Homepage anschauen.

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    Ausbaufähige Zukunft: Minister Woidke übergibt Zuwendungsbescheid für Wild- und Erlebniszentrum Glauer Tal

    Jetzt kann er endlich losgehen - der Ausbau im Wildgehege Glauer Tal! Schon einige Zeit gibt es Ideen und Konzeptionen unterschiedlichster Art. Und natürlich auch viele Fragen: Was wird es denn nun? Ein Wild- und Erlebniszentrum oder das Besucherzentrum für den Naturpark Nuthe-Nieplitz? Wie sind die Planungen? Wo wird was gebaut? Welche Attraktionen wird es geben? Auf viele Fragen gibt es eine, oft auch mehrere Antworten. Doch durch die Ungewissheit bei der Finanzierung ist vieles offen geblieben.
    Übergabe Fördermittelbescheid Fest steht, dass das Wildgehege Glau zu einem wichtigen touristischen Zentrum im Naturpark Nuthe-Nieplitz werden wird, seit Umweltminister Dr. Dietmar Woidke am 29. Juni den Zuwendungsbescheid übergeben hat. Einen ständigen Markt mit regionalen Produkten soll es geben, einen Streichelzoo mit alten Haustierrassen, einen Barfußpfad und vieles mehr. Nun geht es in die reele Planungsphase: Alte und neue Ideen müssen (weiter-)entwickelt und mit Fakten unterlegt werden. Kosten- und Nutzenrechnungen aufgestellt und weitere Partner gefunden werden. Nur so kann das ehrgeizige Projekt umgesetzt werden. Doch letztlich ist es das einzig mögliche, um das Wildgehege Glauer Tal zukunftsfähig zu machen. Darin sind sich der Vorstand, die Mitarbeiter und die treuen Besucher des Wildgeheges einig. Anregungen, Ideen, Mithilfe und Unterstützung bei der Suche von Partnern sind herzlich willkommen. Stichwort: "Gemeinsam für ein zukunftsfähiges Wildgehege Glauer Tal".

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    Die Hitzeperiode hinterlässt auch auf der Streuobstwiese Spuren: Hoffnungen auf reiche Ernte sinken.

    Äpfel Die Hitze war lang. Das einstmals grüne Gras auf der Streuobstwiese ist längst gelb. Die Bäume sehnten sich, wie auch viele von uns, nach ein bisschen Regen. Doch der kam etwas zu spät. Damit die Neupflanzungen nicht vertrocknen versuchen wir für diese eine regelmäßig Wasserversorgung zu gewährleisten. Eine Notversorgung für die insgesamt mehr als 1.000 Obstbäume auf dem 14 Hektar großen Gelände ist für uns leider nicht möglich. Dazu fehlen uns sowohl die technischen Geräte als auch die Mitarbeiter. Den Wetterprognosen wird es bald wieder warm und trocken. Die von uns allen gewünschte reiche Ernte wird wohl nichts mehr werden, denn durch die große Hitze ist mit Ernteausfällen zu rechnen. Doch die Früchte sind längst nicht alles, was unsere Streuobstwiese zu bieten hat. Sie ist ein in sich geschlossenes Ökosystem und allein ein Apfelbaum beherbergt zum Beispiel mehr als 1.000 Tierarten. Zur Erhaltung und Pflege brauchen wir Ihre Unterstützung. Werden Sie Baumpate und sichern Sie so das Tierparadies unserer Streuobstwiese. Welche Frucht wünschen Sie sich? Äpfel, Birne, Kirsche, Pflaume oder Zwetschge? Bitte geben Sie einfach die bevorzugte Sorte als Betreff an und für 25 €/Jahr pro Baum können Sie ihre eigenen Früchte ernten ...Wenn Sie uns eine >email schicken, vergessen Sie bitte Ihre Postanschrift nicht.
    Vielen Dank für ihr Engagement zum Erhalt der Artenvielfalt.

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    Projekt des Monats: 50 % sind schon geschafft: Helfen sie mit: 5 € für 15 m² "Langes Fenn"

    Spendenaktion Langes Fenn Am 18. Juni beim Festakt fiel der Startschuss für unser ehrgeiziges Jubiläumsprojekt. Unter dem Motto: "Natur braucht Zukunft" - baten wir um Unterstützung bei der Finanzierung zum Landkauf im Langen Fenn, dem einzigen Kesselmoor in der Nuthe-Nieplitz-Niederung.
    Am nordöstlichen Rande des Naturschutzgebietes, mitten im Wald, tummeln sich Moorfrösche, Libellen und der kleine Hochmoorbläuling. In den letzten Jahren war eine zunehmende Austrocknung und ein verstärkter Gehölzaufwuchs zu beobachten. Im Winter wurden deshalb durch den Landschafts-Förderverein erstmals aufwendige Pflegemaßnahmen durchgeführt (lesen Sie hierzu auch Land in Sicht, Nr. 9, Seite 28/29). Bisher gehören dem Verein nur 2/3 dieses wertvollen Lebensraums. Um das weitere Drittel zu erwerben und das gesamte Kesselmoor so langfristig zu erhalten, sind Sie aufgerufen uns mit einem symbolischen Landkauf zu unterstützen. Für 5 € "erhalten" Sie eine 15 m²-Parcelle kostbaren Moorboden. Machen Sie mit und reihen Sie sich ein in die lange Liste unserer Unterstützer. Bisher sind schon 50% der Fläche "verkauft". Den Weg zu unserem gemeinsamen Ziel können Sie auf der Flächenkarte unserer >Homepage mitverfolgen. Die Aktualisierung erfolgt wöchentlich. Schon jetzt herzlichen Dank für ihren Beitrag fürs Lange Fenn!

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    Nieplitzturm am Katzenberg eröffnet

    Aller guten Dinge sind drei, sagt der Volksmund. Und das bestätigte sich auch in der Partnerschaft für den Beobachtungsturm am Katzenberg bei Rieben. Am 13. Juni kappten beim feierlichen Eröffnungsakt Bürgermeister Thomas Wardin, Naturparkleiter Hubertus Meckelmann und Landwirt Jürgen Frenzel das rote Bändchen und überhäuften den neuen Erlebnispunkt in den Nieplitzwiesen mit guten Wünschen. Die Agrar GbR Wittbrietzen hatte ohne Umschweife einen entscheidenden Flurstücksanteil zur Verfügung gestellt, der Naturpark den Turm anfertigen lassen und die Stadt Beelitz musste den aufwändigsten Part der Umsetzung bewältigen. Die Standortsuche nahm einige Zeit in Anspruch. Die Ansprüche an attraktive Aussicht und belastbaren Baugrund mussten zusammen geführt, die Eigentumsfrage geklärt und Fördermittel eingeworben werden. "So manches mal haben wir den Drehkran der Feuerwehr ausgefahren, um die Aussicht in Turmhöhe beurteilen zu können", erinnert sich Thomas Wardin und ist sichtlich erleichtert und begeistert von der Lösung am Katzenberg. Eröffnung Turm Beelitz
    Jürgen Frenzel ist auf der Eröffnungsfeier Feuer und Flamme für seine neue Flächennutzung, wünscht sich einen regen Besucherverkehr und schmiedet schon weitere Pläne. Zukünftig sollen in Sichtweite Wiesen zeitweise überschwemmt werden. Dieser neue Lebensraum wird so manchen Vogel verzücken und den Erlebniswert des Beobachtungsturmes so noch einmal deutlich anheben. Naturparkleiter Hubertus Meckelmann ist voll in seinem Element, wenn er als Moderator inmitten der Akteure den gemeinsamen Erfolg der Anstrengungen betont und den Naturpark Nuthe-Nieplitz um einen Anziehungspunkt bereichert sieht. Guter Dinge setzt sich die Radtour anschließend auf dem F5-Radweg rund um Beelitz fort. Jürgen Frenzel hat Spannendes zur aktuellen und früheren Nutzung der Flächen am Wegesrand zu erzählen. In Schäpe präsentiert Silke Pelzer ihren Pferdehof. Der aus alten Steinen neu erbaute Vierseithof ist eine Augenweide. Am anderen Ende des Ortes lädt Josef Jacobs´ Spargelhof zur Feier des Tages die Turm-Truppe zu einem opulenten Spargel-Menu ein. Herzlichen Dank! Zurück in Beelitz endet die Tour hoch über dem Schiff der Marienkirche wiederum mit einem weiten Blick vom Turm. (Astrid Schütte, Naturparkverwaltung Nuthe-Nieplitz)
    Die Anfahrt zum Turm ist der >Die Sieben-Türme-Tour beschrieben.

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    Zum Schmunzeln

    Es hat sich wohl auch schon im Wildgehege Glauer Tal herumgesprochen, dass die Bauarbeiten für das Wild- und Erlebniszentrum beginnen...

    Comic

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