Newsletter Januar 2007
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ihnen ein wundervolles neues Jahr 2007 Gesundheit, Erfolg und das nötige Quäntchen Glück für die weiteren 344 Tage des noch recht jungen Jahres.
Kurz und knackig ist sie, die Newsletter-Ausgabe zum Jahresbeginn.
Dass schafft Raum für weitere Steigerungen in diesem Jahr.
Denn auch bei uns ist nach der Weihnachtspause erst einmal
wieder viel zu tun. Die Projekte laufen weiter: Der Ausbau im Wildgehege Glauer Tal, der Veranstaltungskalender 2007, das lange Fenn
und die Renaturierung der alten Nuthe.
Und nicht nur so nebenbei gibt es die Traditionsveranstaltungen, die das Leben unserers Vereins verdeutlichen. Und auch der
ständige Austausch mit Partnern und befreundeten Organisationen schafft neue Ideen und Visionen für die aktuellen Projekte.
Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen
Ihre Sonja Luft
In unserem Januar - Newsletter lesen Sie:
Der Bau in Glau: Es geht voran
Von >Sonja Luft
Des Einen Freud, des Anderen Leid. Die Bauarbeiter am Ende der Baustraße in Glau erfreuen sich jedenfalls an den milden Temperaturen diesen Winter. Die Erwartungen zum Eröffnungsfest am 29. September sind hoch und die Arbeit bis dahin nicht wenig, denn schließlich erwartet man neben vielen Gästen und Besuchern auch Minister Woidke. Dieser hat sein Kommen schon angekündigt.
Und eines ist sicher: Mit der Investition im Wildgehege Glauer Tal schafft der Landschafts-Förderverein wieder sein, in der Satzung fixiertes Ziel, zu verwirklichen. Die Umsetzung des Dreiklangs aus Natur- und Landschaftsschutz, das Ermöglichen von Naturerlebnissen und einer natürlichen Regionalentwicklung, durch Stärkung von Firmen und Initiativen vor Ort.
Schön, dass dies auch von unserer Zeitung vor Ort so gesehen wird.
Lesen Sie >hier was die Märkische Allgemeine über den Ausbau in Glau berichtet.
Geladen im Bundestag
Mitten drin in der Politik
Von >Sonja Luft
Aus dem Besuch von Cornelia Behm im letzten September in unserem Wildgehege Glauer Tal und in anderen Teilen des Naturparks entstand eine
Gegeneinladung. Frau Behm ist seit 2002 Mitglied des Bundestages. Nach ihrer Naturparkvisite und der ausgesprochenen Einladung machten sich
sieben Personen vom Landschafts-Förderverein, der Naturparkverwaltung und der Stiftung Naturlandschaften Brandenburg auf in den Bundestag
nach Berlin.
Am Eingang: Personen- und Ausweiskontrolle, Jacken, Mäntel, Taschen, Flaschen - alles muss an der Garderobe abgegeben werden. Anschließend folgt
ein wirklich beeindruckender Vortrag im Plenarsaal des Bundestages. Die Chance endlich alle Fragen zur großen Politik los zu werden und auch noch
eine Antwort zu bekommen.
Nach einer Stunde voller neuem Wissen kommt endlich der Höhepunkt: Ein persönliches Gespräch mit Frau Behm. Aus der geplanten Stunde werden drei. Und aus dem Gespräch eine ganz persönliche Führung durch einen Tag im Leben einer Bundestagsabgeordneten. Vom Reichstagsgebäude, ins Jakob-Kaiser-Haus und weiter ins Paul-Löbe-Haus und wieder zurück. Ganz nebenbei gibt es viele kleine Einzelheiten des politischen Alltags hautnah zu erleben: Ausschusssitzungen, Fraktionsebene und Abgeordnetenbüros.
Beim gemeinsamen Mittagessen erzählt Frau Behm aus ihrem Alltag und von den Anliegen, die an sie herangetragen werden. Gerne erinnert sie sich an den Ausflug in den Naturpark Nuthe-Nieplitz zurück. Wirbt bei ihren Kollegen für die wunderschöne Gegend. So wird unser Paket "Land in Sicht" dann auch im Sitzungssaal der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion ausgelegt. Genug für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fraktionssitzung am nächsten Tag.
Vor der Verabschiedung auf der Besucherterrasse überreicht Naturparkleiter Hubertus Meckelmann ein Exemplar "Adler, Otter, Orchideen" an Frau Behm.
Und der Landschafts-Förderverein spricht wiederum eine Gegeneinladung aus. Frau Behm ist sehr erfreut und obgleich am Einweihungstermin des
Besucherzentrums Glauer Tal, am 29.09., schon 2 andere Termine in Ihrem Kalender stehen, trägt Sie diesen doch ein.
"Man weiß ja nie", meint sie mit einem Lächeln im Gesicht, "da wäre ich schon gerne dabei!"
Zur Alten Nuthe und zum Königsgraben
Auf Tour mit dem
Landschafts-Förderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung
Von Georg Jopke, Potsdamer Neueste Nachrichten vom 04.01.2007
Nuthetal - Am Neujahrstag an die frische Luft: Beim Landschaftsförderverein
Nuthe-Nieplitz-Niederung ist das seit über zehn Jahren guter Brauch, so war
auch diesmal eine ausgedehnte Wanderung durch die Natur angesetzt. Rund
50 Interessenten hatten sich am Montagnachmittag vor dem Tremsdorfer
Eichenhof eingefunden, um dann eine fast dreistündige Nachmittags-
Exkursion durch Feld und Wald zu absolvieren.
Wanderleiter Peter Koch, zugleich stellvertretender Vorsitzender des
Landschafts-Fördervereins, hatte wiederum eine Tour von Tremsdorf bis zur
Alten Nuthe und zum Königsgraben bei Saarmund ausgewählt– vorbei am
Tremsdorfer Observatorium für solare Radioastronomie und am Saarmunder
Elsbruch. Was zugleich ein Gang durch die Geschichte dieses solange von
intensiver Landwirtschaft geprägten Landstrichs war. Der Eichenhof mit der
„Eichenschänke“, einst LPG-Schweinemastkombinat, ist zu einem noblen
Standort für Pferdesportler geworden, wo inzwischen auch hochrangige
Turniere und Meisterschaften ausgetragen werden. Weite Landflächen davor
sind in Absprache mit dem Landwirtschaftsbetrieb agro Saarmund stillgelegt
worden, und so entwickelt sich wieder eine reichhaltigen Flora und Fauna.
Wovon auch mancher Sprung Rehe kündete.
Als sachkundiger Begleiter hatte sich der Potsdamer Ornithologe Michael
Zerning der Wandergruppe angeschlossen, der mit seinen Betrachtungen
zum Wandel der Landschaft interessierte Zuhörer fand. Wie an dem
Landstrich am Observatorium inmitten der weiten Wiesenlandschaft. Lange
Zeit hatte hier eine stattliche Zahl von Rebhühnern ihre Heimstatt. Jetzt sind
sie weg, weil das Grünland allein als Nahrungsquelle nicht ausreicht. Indes
haben sich nach den Bauarbeiten am Königsgraben erneut seltene
Vogelarten angesiedelt. „Hier finden sich wieder die Rohrweihe und
Schilfrohrsänger“, wusste Michael Zarning zu berichten, der sich weiterhin mit
der Pflanzung von Feldgehölzen beschäftigt.

„Es war ein schönes Erlebnis“, so die Meinung der Wanderer nach der fast
dreistündigen Tour. Herbert Naew aus Kleinmachnow, von Anfang an
Vereinsmitglied, musste die Strecke wegen einer „Beinattacke“ verkürzen,
wollte aber wie immer dabei sein. Gern plauderte er über die Neujahrausflüge
vergangener Jahre, wie über einen „bei herrlichem Winterwetter mit
Marschverpflegung“ nach Blankensee. An Zielen mangelt es dem in Stücken
ansässigen und rund 250 Mitglieder zählenden Verein unter Vorsitz von
Annette Prochnow ja nicht, denn zu seinem Wirkungsfeld gehören die
Gemarkungen von rund 60 Ortschaften in den Kreisen Potsdam-Mittelmark
und Teltow-Fläming. 1991 war er gegründet worden mit dem Ziel, die
Kulturlandschaft mit ihren Funktionen zu erhalten. Er betreut zugleich das
Stauwehr am Königsgraben. Zu den traditionellen Neujahrsausflügen gehört
eine Fülle weiterer Veranstaltungen. Der diesjährige Terminkalender, für den
die Naturparkverwaltung mit Sitz in Dobbrikow verantwortlich zeichnet, wird
Ende März erscheinen.
Die Veranstaltungen des Veranstaltungskalenders 2007 von Januar bis April gibt es hier als >pdf - Datei.
Rezension: Natura 2000
Brandenburgs Tafelsilber
Von Jörg Götting-Frosinski
Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz Brandenburg (Hrsg.),
Natura 2000, Brandenburgs Tafelsilber, Potsdam 2006,
Hardcover, 208 S., durchgehend farbig und reich illustriert
Natura 2000, das ist ein Begriff, der bisher meist nur Fachleuten bekannt sein dürfte, der es aber verdient,
auch einer breiteren Öffentlichkeit geläufig zu werden. Er bezeichnet ein europäisches Netz von Schutzgebieten für Lebensräume,
Tier- und Pflanzenarten, die das europäische Naturerbe und die Vielfalt der Naturausstattung in Europa bewahren sollen.
Brandenburg hat bis heute 620 Fauna-Flora-Habitat (FFH-)Gebiete und 27 Vogelschutzgebiete als Natura 2000-Gebietskulisse der Europäischen
Union nach Brüssel gemeldet.
Der Titel des Buches "Brandenburgs Tafelsilber" signalisiert dabei deutlich, welchen Stellenwert das Natura 2000-Schutzgebietsnetz
in diesem Bundesland hat: Brandenburg betrachtet sein Tafelsilber als Kostbarkeit, einen Schatz, der an kommende Generationen zu vererben und
darum unveräußerlich ist.
Dem entspricht die Ausstattung dieser Broschüre als Hardcover: Es ist ein Buch geworden, fast ein Bildband, reich, brilliant und durchweg
farbig illustriert, mit zahlreichen Tabellen und Grafiken. Neun Kapitel stellen Lebensräume und Arten vor, die für Brandenburg typisch sind.
Es wurde Wert darauf gelegt, die Texte informativ, aber nicht zu wissenschaftlich zu gestalten. Hier sollte Wissen und Information mit Lesespaß
und Lust am Stöbern verbunden werden. So fließen auch Sagen und Legenden, Ankedoten und bisweilen Kurioses in die Texte mit ein, werden die Kapitel
durch Beobachtungshinweise oder Einschübe zu speziellen Themen aufgelockert. Schon die Beschäftigung mit dem Buch vermittelt so die Begeisterung
für die Natur, von der der zuständige Agrar- und Umweltminister Woidke in seinem Vorwort spricht. Wenn die Leser dieses Buches beim Schmökern
den Entschluss fassen, "da will ich auch einmal hin, das sehe ich mir an", dann ist das durchaus gewollt.
Informativ und praktisch sind die Kapitel des Anhangs, etwa, wenn es unter der Überschrift "Wieso, weshalb, warum?" um die Beantwortung
von 18, im Zusammenhang mit Natura 2000 häufig gestellten Fragen geht, ein Überblick über die Förderinstrumente gegeben wird und ein Verzeichnis
der Lebensraumtypen, Arten und der 27 Vogelschutzgebiete aufgeführt wird.
Gedacht ist der Band für Multiplikatoren in Kommunen, Ämtern und Verbänden, die mit dem Thema Natura 2000 / FFH befasst sind, aber auch
für Gäste des Landes Brandenburg und Bürgerinnen und Bürger, die sich im Bereich des Natur- und Landschaftsschutzes besonders engagieren.
Das Buch "Natura 2000. Brandenburgs Tafelsilber" wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Ministeriums und des Landesumweltamtes an diesen
Personenkreis kostenlos abgegeben.
WASS ERLEBEN: Excursion ins Ökowerk Berlin
Von >Sonja Luft
Gerade mal 20 Minuten Fußweg sind es von der Haltestelle S-Grunewald bis zum Naturschutzzentrum Ökowerk Berlin.
Die vielen Warnschilder überall lassen auf ein erhöhtes Wildschweinvorkommen schließen.
Dann endlich der erste Blick auf das Ökowerk Berlin. Idyllisch am Ufer des Teufelsee gelegen, erscheint es zuerst wie eine Fabrik im
Dornröschenschlaf. Kommt man näher, gibt es viel lebendiges zu entdecken: Das historische Wasserwerk mit wunderschöner alter Technik,
Teiche, voll unterschiedlichstem Leben darin, Themengärten, die im Frühjahr und Sommer erst richtig zur Entfaltung kommen und vor
allem das Infozentrum WASS ERLEBEN.
Dr. Andreas Meißner, Geschäftsführer des Ökowerks Berlin, nimmt sich richtig Zeit für die Mitarbeitern des Fördervereins. Er führt sie durch
das gesamte Gelände und erzählt die Geschichte des Ökowerks, der Gebäude, Maschinen und den vielen natürlichen Oasen. Nicht ohne Stolz,
denn der Besuch des Vereins ist lang schon überfällig, die Einladung schon länger ausgesprochen. Dr. Meißner kennt die Arbeit des
Fördervereins nur zu gut, denn er selbst hat seine Doktorarbeit vor Ort in der Nuthe-Nieplitz geschrieben. Seither ist er dem
Landschafts-Förderverein und dessen Arbeit sehr verbunden.
Eine gute Zusammenarbeit bietet sich an. Voneinander lernen, gegenseitige Unterstützung und ein fortwährender Austausch.
Der Anfang ist mit diesem Besuch getan.
Das Infozentrum WASS ERLEBEN ist beispiellos und einen Besuch wirklich wert. So viele Möglichkeiten mit allen Sinnen Wasser zu erleben, zu begreifen und wahrzunehmen. Und Spaß macht dass auch noch alles -einfach großartig. Wissen Sie denn eigentlich wieviel Wasser zur Herstellung von Aluminiumpapier gebraucht wird?
Viele Ideen und eine Menge Inspirationen nehmen die Mitarbeiter des Landschafts-Fördervereins mit.
Für das Besucherzentrum im Glauer Tal und für neue Angebote in der Nuthe-Nieplitz-Niederung.
Die Exkursion war ein Erfolg und Schritte für die weitere Zusammenarbeit werden sich ergeben.
Wer mehr wissen möchte: Hier gibt es einen Einblick in das >Ökowerk und das >1. Halbjahresprogramm 2007.
Täglich