Newsletter September-Oktober 2006

Sehr geehrte Damen und Herren,

ob Ihnen dieser Newsletter wirklich schildern kann, wie schön dieser goldene Herbst hier gerade so ist, dass weiß ich nicht. Jedenfalls hoffe ich dass Sie sich mit dieser Ausgabe wieder richtig gut informiert fühlen und freue mich schon auf zahlreiche Rückmeldungen und Ihre persönlichen Geheimtipps und Infos, die Sie uns allen verraten wollen. Und natürlich wieder einen großen Dank an alle, die bei dieser Ausgabe mitgewirkt haben.
Ihnen wünsche ich einen weiterhin so wundervollen Herbst und vielleicht sehen wir uns ja bei einer der vielen Führungen hier bei uns vor Ort. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihre Sonja Maushardt


In unserem September/Oktober - Newsletter lesen Sie:

  • Wild hautnah erleben: Die Rotwildbrunft im Wildgehege Glauer Tal
  • Besondere Amphipienspezies entdeckt
  • Pflücken - Vermosten - Kosten: Apfelernte auf der Streuobstwiese
  • Die Jungen kommen: Steigende Zahlen beim Kranichnachwuchs in unserer Reg
  • Abrissarbeiten beendet: Wild- und Naturerlebniszentrum in Glau
  • Mitmachen beim RB 33 - Protest hat sich gelohnt
  • Projekt des Monats: Natürlich schenken!
  • Die Vollmitgliederversammlung des Landschafts-Fördervereins
  • Ausbau des Verkehrslandeplatz Schönhagen - Vergleich für den Naturschutz
  • Kaum entdeckt, schon gewonnen: Nuthe-Nieplitz-Gänse auf dem dritten Platz
  • Wild hautnah erleben:
    Die Rotwildbrunft im Wildgehege Glauer Tal

    Hirschkampf Im September / Oktober ist die Paarungszeit des Rotwilds. Insgesamt dauert diese fünf bis sechs Wochen. Die männlichen Hirsche suchen hierzu die Rudel der Weibchen auf. Lebt das Rotwild während der übrigen Jahreszeit getrennt, so locken während der Brunftzeit die Hirsche durch ihr Röhren die weiblichen Tiere an. Die Brunftschreihe der Rothirsche sind dann am besten in der Morgen- oder Abenddämmerung zu belauschen. Ein Hirsch, der ein Rudel begleitet ist der sogenannte Platzhirsch. Er duldet keine anderen Hirsche in der Nähe des Rudels. Die Stärke des Röhrens spielt dabei eine wesentliche Rolle. Die Rivalen können dadurch die Kraft des Platzhirsches abschätzen. Kann der Platzhirsch durch sein Röhren und durch Drohgebärden den Rivalen nicht abschrecken, kommt es zum Kampf um das Rudel. Hierbei gehen die Tiere mit gesenktem Geweih aufeinander los. Meist ist ein Kampf innerhalb einer Minute entschieden und der Unterlegene flüchtet. Es kann aber auch vorkommen, dass die Kontrahenten über Stunden immer wieder gegeneinander anrennen. Wenn Sie es nicht zu unserer Führung am 01. Oktober geschafft haben, können Sie dieses beeindruckende Naturschauspiel noch immer hautnah erleben. Vor allem in den Abendstunden lohnt sich ein Besuch im Wildgehege. Und auch beim Damwild beginnt Anfang Oktober die Brunftzeit. Die Damhirsche graben sich eine sogenannte Brunftkuhle und locken durch Schreie die Damhirschkühe an. Wer im Wildgehege weit schallende orgelartige Töne hört, lauscht den Brunftschreien des Damhirsches. Wie beim Rotwild wird auch hier gekämpft und der stärkste Hirsch bleibt dann beim Rudel. Er ist der Platzhirsch und duldet keine Nebenbuhler in dem Rudel.
    Nutzen Sie den schönen Herbst für einen aufregenden Besuch im Wildgehege Glauer Tal. Es lohnt sich!

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    Besondere Amphipienspezies beim Beobachtungsturm in Stangenhagen entdeckt - Der Wetterfrosch unterwegs

    Laufrosch Am 19. September wurde eine ganz besondere Amphibienart beim Beobachtungsturm in Stangenhagen gesichtet. Kameras, Stative und Mikrophone tauchten immer wieder in der kleinen Menge an Menschen auf. Denn just an diesem Morgen hatte sich der Wetterfrosch vom RBB Brandenburg aktuell den Beobachtungsturm in Stangenhagen als Standort für seine Wettervorhersage ausgeschaut.
    Und wie kann es anders sein: Natürlich wurde "bestes Wetter" aus der Nuthe-Nieplitz-Niederung vorhergesagt.

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    Pflücken - Vermosten - Kosten:
    Apfelernte auf der Streuobstwiese

    Apfelernte Streuobstwiese Ende September war Vorsicht geboten auf der Streuobstwiese. Da war Action angesagt. Zwischen Leitern, Apfelplückern und Körben tummelten sich neben den Mitarbeitern der Wild und Landschaftspflege Glau gGmbH und den Zivis des Landschafts-Fördervereins auch die Zivildienstleistenden der Naturpark-Verwaltung und des Landkreises Teltow-Fläming. Mit vielen Händen werden alle nicht verpateten Bäume, und das sind der Zahl noch einige, abgeräumt und leer gepflückt. So wurde dafür gesorgt, dass es beim Vermostungsfest am 30.09. frischen Streuobstwiesen-Apfelsaft gab. Vor Ort wurde gekostet und bestätigt, wie hervorragend die gute Qualität und die schonende Reifung im Naturschutzgebiet schmecken. Natürlich können Sie, solange der Vorrat reicht, auch noch guten Streuobstwiesen - Apfelsaft für den Genuss zu Hause haben. Für 7,50 € bekommen Sie 5 Liter reinen Streuobstwiesen-Apfelsaft, ohne Zusätze. Jedoch warten Sie nicht zu lange: Noch haben wir zwar einige Liter, jedoch ist der Saft erfahrungsgemäß schnell weg.
    Ein großes Dankeschön geht auf alle Fälle an die Naturparkverwaltung und den Landkreis Teltow Fläming, die uns auch in diesem Jahr die Zivildienstleistenden zur Unterstützung zur Seite gestellt haben. >email

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    Kraniche weiter im Aufwind:
    Steigende Zahlen beim Kranichnachwuchs

    Jung- und Altvogel Welch ein Glück für den Vogel des Glücks, dass es sie gibt: Frau Brucker, die Kranichbeauftragte aus der Arbeitsgruppe Ornithologie. Unermüdlich ist Sie seit Monaten hier im Naturpark Nuthe-Nieplitz unterwegs um Kraniche zu beobachten und zu zählen. Dank ihrer Aufzeichnungen, den Notizen aus früheren Jahren und denen von weiteren Mitgliedern der Arbeitsgruppe entsteht so ein Bild, nicht nur über die aktuelle Bestandsituation dieser wunderschönen Vögel in unserer Region.
    Kraniche stellen bestimmte Ansprüche an ihr Brutgebiet. Der Brutplatz kann sehr klein sein. Grundbedingung ist, dass die unmittelbare Nestumgebung sehr feucht ist, möglichst direkt vom Wasser umgeben. Gerade auch durch die langjährigen Aufzeichnungen und die genauen Beobachtungsdaten, weiß Frau Brucker wo die bisherigen Brutplätze liegen. Ganz genau werden die Paare und ihr Brutgebiet auf einer Karten eingezeichnet und deren Anwesenheit und die Anzahl der Jungkraniche bei jedem ihrer Besuche im "Kontrollbuch" vermerkt.
    Die Bilanz des Jahres 2006 ist durchweg positiv. Von insgesamt 33 bekannten Brutrevieren wurden in dieser Brutsaison 31 besetzt. Knapp die Hälfte, nämlich 15 der Brutpaare, können auf eine erfolgreiche Brut zurück schauen. Von den meist zwei Eiern, die das Kranichweibchen legt, und abwechselnd von beiden Kranichen bebrütet werden, haben es in diesem Jahr 18 Jungkraniche geschafft. Alt- und Jungvogel im Flug
    Die Jungen tragen anfangs ein zimtbraunes Dunengefieder. Sie können nach dem Schlüpfen bereits schwimmen und sind schon sehr rege. Inzwischen sind die Jungvögel schon so groß wie die Kranicheltern. Erkennen kann man sie noch daran, dass die Kopf- und Halsfärbung ziemlich uniform ist.
    Jetzt, im Oktober/November sammeln sie sich für den Flug in die Überwinterungsgebiete: bei uns, z.B. im Raum Stangenhagen. Gerade in der Abend- oder Morgendämmerung lohnt ein Besuch beim Beobachtungsturm. Hier können Sie das Einfliegen oder das Abfliegen von bis zu 1.000 Kranichen erleben. Und das manchmal als einziger Zuschauer ... .

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    Abrissarbeiten beendet:
    Wild- und Naturerlebniszentrum in Glau

    Wer in letzter Zeit mal wieder in der Gegend um Blankensee, Friedensstadt oder bei uns im Wildgehege Glauer Tal war, dem ist sie vielleicht aufgefallen: Die Baustraße für unser neues Wild- und Erlebniszentrum. Diese ist notwendig, damit die ganzen Baufahrzeuge auch an den Ort des Geschehens kommen können. Kurz nach der Übergabe des Zuwendungsbescheids durch Minister Woidke, wurden die anstehenden Bauarbeiten in Angriff genommen. Der geplante Abriss der alten Militärhalle auf dem Gelände, auf dem unser neues Eingangsgebäude entsteht ist inzwischen geschehen.
    Übergabe Fördermittelbescheid Beim teilweisen Abtragen der Erdwälle um die Halle gab es auch schon die erste böse Überraschung. Die Erde war von der sowjetischen Armee so stark mit Schutt verunreinigt, dass das Material mit hohem Kostenaufwand komplett entsorgt werden musste. So hat sich leider schon zu Beginn der Bauarbeiten die bisherige Baufinanzplanung negativ verändert. Und realistisch gesehen wird dies auch bei anderen Teilen des Bauvorhabens passieren können. Denn alles ist leider nicht planbar und bei einem solchen Vorhaben kann immer wieder Unvorhergesehenes passieren. Wir halten Sie auf alle Fälle auf dem Laufenden ...

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    Mitmachen beim RB 33 - Protest hat sich gelohnt

    RB 33 Mit ganzer Kraft stellt sich die Gemeinde Michendorf gegen die geplante Einstellung der Regionalbahnlinie RB 33: Die Gemeindevertretung hat eine entsprechende Protestresolution verabschiedet. Laut Meldung des Infrastrukturministeriums vom 21.09.2006 wird zwar der RB 33 zwischen Michendorf und Wannsee beibehalten, die Zukunft der weiteren Bahnstrecke über Beelitz nach Jüterbog ist jedoch weiterhin unklar. Angedacht war, aufgrund der drastischen Kürzung von Bundesmitteln für den öffentlichen Personennahverkehr künftig nur noch im Zweistundentakt zwischen Jüterbog und Michendorf zu fahren.
    Wir unterstützen die Forderung, des Vorsitzenden des Michendorfer Ordnungsausschusses, den RB 33 noch attraktiver zu machen. In der Resolution wird gefordert, die Verbindung durchgehend von Jüterbog nach Wannsee zu erhalten. Nach Abschluss der Bauarbeiten zwischen Jüterbog und Michendorf müsste ein Stundentakt auf der gesamten Strecke sichergestellt werden. Zudem sei es dringend notwendig, auf dem Bahnhof Michendorf Umsteigemöglichkeiten für Menschen mit Behinderung zu schaffen.
    Sind auch Sie der Meinung, dass der westliche Schienenzugang zu unserem Naturpark über Michendorf, Beelitz und Jüterbog nicht reduziert werden soll und auch weiterhin, gerade auch am Wochenende eine Fahrradmitnahmemöglichkeit gegeben sein sollte? Wenn ja, dann füllen sie die Protestpostkarte aus und senden Sie per Post an die angegebene Adresse. Gemeinsam kann man sicher etwas bewegen.
    PDF der Protestpostkarte
    PDF der Protestresolution

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    Projekt des Monats: Natürlich schenken!

    Streuobstwiese Kennen Sie die Situation: Sie sind eingeladen - zum Geburtstag, zur Taufe oder zur Hochzeit. Und Ihnen fehlt eine zündende Geschenkidee. Wie wäre es denn mit einem "Geschenk der Natur" mit einer gemackvollen Rendite?
    Sie haben Interesse? Dann verschenken Sie doch einfach eine Baumpatenschaft für ein, zwei, drei Jahre oder so lange Sie wollen. Der Beschenkte kann sich jederzeit am Geschenk erfreuen und wird mit Sicherheit jedes Frühjahr bei der Baumblüte und jeden Herbst bei der Ernte dankbar an Sie denken. Vielleicht machen Sie sich ja auch einen Spaß daraus und ernten gemeinsam, mit ihrem (Enkel)kind, dass so auch den Jahreszeitenkreislauf am eigenen Baum mit erleben kann. Feiern Sie doch einfach auch mal Geburtstag auf unserer Streuobstwiese, auch wenn Sie damit nicht die Erste wären.
    Und natürlich erhalten Sie, wenn Sie sich spätestens 2 Wochen vorher an uns wenden, auch rechtzeitig zu den Feierlichkeiten einen Baumpass, der auf den Namen der oder des Beschenkten ausgestellt ist. Denn beim Verschenken ernten Sie sicher ein großes Lächeln für die schöne Idee.

    Hornissennest im Apfelbaum Und so ganz nebenbei leisten Sie mit diesem attraktiven Geschenk noch einen großen Beitrag für die Pflege und den Erhalt unserer Streuobstwiese. Diese leistet aufgrund der zahlreichen Bäume einen beträchtlichen Anteil zum Arten-, Klimaschutz und Wasserhaushalt bei uns in der Region.
    Sie wissen schon, wem Sie diese große Freude bereiten möchten? Wissen Sie auch schon, welche Frucht es werden soll: Äpfel, Birne, Kirsche, Pflaume oder Zwetschge? Dann rufen Sie uns an (033204) 42342 oder schicken uns eine >email mit ihren Kontaktdaten, der Obstsorte und vor allem wem, zu welchem Anlass und für wie viele Jahre Sie die Patenschaft verschenken möchten. 25 € pro Jahr und pro Baum, die sich lohnen: Für ihre/n Beschenkte/n und die Natur. Wir danken von Herzen dafür!

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    Die Vollmitgliederversammlung des
    Landschafts-Fördervereins Nuthe-Nielpitz Niederung e.V.

    Die Vollmitgliederversammlung ist eines von drei beschlussfassenden Gremien des Landschafts-Fördervereins Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V.. Um Vollmitglied zu werden stellt man einen Antrag an die Vollmitgliederversammlung und bittet formlos um Aufnahme in den Kreis der Vollmitglieder. Die momentan 51 Vollmitglieder zahlen nicht nur einen höheren Beitrag, sondern sie sind auch dazu angehalten, mit ihrem Engagement, ihrem Know-how und ihrem Beziehungsnetzwerk unseren Verein fort zu entwickeln und auch ideell zu unterstützen. Die Vollmitgliederversammlung findet einmal jährlich statt. Wort-Bild-Marke LFV NNN e.V.

    Die diesjährige Versammlung war am 02. September und trotz weniger anwesenden Vollmitglieder, entstanden fruchtbare Diskussionen und Beschlüsse. Neben einem Rückblick über das vergangene Jahr 2005 informierte der Vorstand auch über die zukünftigen Schwerpunkte des Vereins für die kommenden Jahre. Abgesehen von der Schaffung und dem Ausbau von Naturerlebnissen und - bewusstsein, wozu der Ausbau des Wildgeheges Glauer Tal gehört, ist der Bereich Klimaschutz und der erhöhte Einsatz regenerativer Energien großes Zukunftsthema. Für diese Themen möchte man sich auch in der neu gegründeten LEADER - Arbeitsgruppe engagieren und konzeptionell mitarbeiten.
    Großer Schwerpunkt für die nächste Vollmitgliederversammlung ist auch die im Jahr 2007 anstehende Vorstandswahl. Hier beim Landschafts-Förderverein wird immer der komplette Vorstand neu gewählt. Die Amtszeit beträgt 4 Jahre und die Vorstandskandidatinnen und Kandidaten müssen Vollmitglieder des Vereins sein.

    Der Vorstand des Landschafts-Fördervereins arbeitet ehrenamtlich und setzt sich aktuell aus folgenden 7 Mitgliedern zusammen:

    Dr. Annette Prochnow Vereinsvorsitz:

  • Dr. Annette Prochnow (Institut für Agrartechnik Bornim)



  • Peter Koch







    Stellvertretender Vorsitzender:

  • Peter Koch (Mitarbeiter des Landschafts-Fördervereins, Geschäftsführer Schäferverein Mittelmark e.V.)

  • Vorstandsmitglieder:
  • Christa Schmid (selbstständige Landschaftsplanerin, Büro Umland, Berkenbrück)
  • Herbert Bednarz (im Ruhestand, zuvor Mitarbeiter des Landschafts-Fördervereins)
  • Karl Decruppe (Leiter des Naturparks Hoher Fläming)
  • Karl-Ludwig Syring (selbstständiger Landwirt in Stücken)
  • Manfred Kroop (Oberforstrat a.D.)

  • Der Termin für die Vollmitgliederversammlung 2007 steht noch nicht fest. Wir informieren Sie wieder rechtzeitig.

    Die Fördermitgliederversammlung 2006 findet am 03.12.2006 um 10:00 Uhr in Stücken statt. Eine Einladung an die Fördermitglieder wird noch versandt und wir hoffen auf eine rege Beteiligung aus dem Kreis unserer Fördermitglieder.

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    Ausbau des Verkehrslandeplatz Schönhagen - Vergleich für den Naturschutz

    Luftbild Anflugschneise Stangenhagen

    Der Ausbau des Flugplatzes Schönhagen ist schon lange ein Thema, dass den Vorstand des Landschafts-Fördervereins beschäftigte. Nach einigem Hin und Her ist die Gerichtsverhandlung, zur gemeinsamen Klage des NABU mit dem Landschafts-Förderverein gegen Teile des Planfeststellungsbeschlusses, am 22.06.06 in Schönhagen mit einem Vergleich beendet worden. Auf der Start- und Landebahn 12/30 sind nun in bzw. aus Richtung Nordwesten keine Starts und Landungen mehr erlaubt (Ausnahme Sicherheitsnotlandungen). Damit sind der Blankensee, die Lankenwiesen und die Dorflage von Schönhagen vollständig von direkten Überflügen, infolge der Nutzung dieser Bahn, frei. Die Nebenbestimmungen des Planfeststellungsbeschlusses wurden gemäß unseres Antrags geändert. Konkret heißt dies, dass die Umsetzung der Lärm-Vermeidungsmaßnahmen durch das LBV verbindlich festgeschrieben werden. Für Ahrensdorf und Löwendorf muss ein neues Lärmgutachten erstellt werden. So weit unsere Haben - Seite. Im Gegenzug darf die Start- und Landebahn 12/30 wie geplant asphaltiert werden und die Abstellflächen am Kleinen Kienberg dürfen gebaut werden.


    Der Vorstand des Landschafts-Fördervereins ist, wie auch die Mitkläger, mit dem Ergebnis zufrieden. Insgesamt sind damit im Laufe des Planfeststellungsverfahrens wesentliche Verbesserungen für den Naturschutz erreicht worden und die eigene Position konnte deutlich gestärkt werden. Bitterer Beigeschmack ist nur, dass der Landrat des Landkreis Teltow-Fläming diese Klage zum Anlass nahm, aus dem Verein auszutreten.

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    Kaum entdeckt, schon gewonnen:
    Axel Schulze erreicht mit Nuthe-Nieplitz-Gänsen den dritten Platz

    Fotowettbewerb 3. Platz für Axel Schulze Am 30.Juni 2006 endete ein von der Vogelbeobachtungsstation 'Wallnau' des NABU mit Leica-Camera ausgeschriebener Fotowettbewerb. Das drittplazierte Bild von aufsteigenden Grau- und Bläßgänsen entstand auf einem Acker in der Nähe von Schiaß in der NNN. Das Motiv zu diesem Foto entdeckte ich durch Zufall, als ich von einem Ausflug zum Beobachtungsturm in Stangenhagen zurück fuhr. An diesem Tag rasteten etwa 30.000 Gänse auf den Ackern beiderseits der Straße. Ohne die Tiere zu stören war ein Beobachten aus dem Auto heraus ohne Fernglas möglich. Für mich als 'Städter' war es ein tief beeindruckendes Erlebnis. Seit ich im vergangenen Jahr den Naturpark für mich entdeckte, verbringe ich viele Stunden damit, Vögel zu beobachten und zu fotografieren. Die entstandenen Bilder stehen Naturschutzorganisationen auf Anfrage kostenlos für die Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung.

    Axel Schulze
    Homepage: www.axelschulze.net
    Fotowettbewerb: http://wallnau.nabu.de/m05/m05_02/

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